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Damals wie heute – Für die Befreiung der Ukraine vom Faschismus!

8 Mai, 2023 18:00 - 19:30
Demo-Ankündigung 08.05.2023

Der 8. Mai ist seit 2015 als „Tag des Gedenkens und der Versöhnung“ ein nationaler Gedenktag in der Ukraine, um zusammen mit westlichen Ländern den Opfern des Zweiten Weltkrieges zu gedenken. Für die Ukraine war dieser Krieg eine nationale Tragödie, weil sie sowohl unter sowjetischer als auch deutscher Besatzung litt, wodurch zwischen 6 und 8 Millionen Ukrainer starben. Der Zweite Weltkrieg begann mit dem gemeinsamen Überfall der Nationalsozialisten und der Roten Armee auf Polen. Als Vorwand diente Stalin der »Schutz der slawischen Brüder«, der Ukrainer und Weißrussen. In Wahrheit strich er seinen Teil der Beute ein, die er und Hitler im geheimen Zusatzprotokolls ihres Paktes unter sich aufgeteilt hatten. Auch putin behauptet, die „militärische Spezialoperation“ in der Ukraine diene dem Schutz „russischen Landsleute“ im Donbas, während sie tatsächlich auf die Zerstörung des ukrainischen Volkes, seiner Nation und seines unabhängigen Staates abzielt.

Als Nazideutschland die Ukraine besetzte, weckte dies bei der Bevölkerung im Westen des Landes die Hoffnung auf einen unabhängigen Staat. Eine Minderheit der Ukrainer kollaborierte mit den deutschen Besatzern und nahm aktiv an Pogromen gegen Juden und Polen, aber auch am Holocaust teil. Das dient russland dazu, alle Ukrainer, die sich mit ihrer Nation identifizieren, in stalinistischer Tradition als „Nazis“ zu verunglimpfen. Tatsächlich war die Mehrheit der Ukrainer aber Opfer des deutschen Besatzungsterrors, weil die Kolonisierung der Ukraine ein Hauptziel des Vernichtungskrieges im Osten war. Ein Großteil der nach Deutschland verschleppten Zwangsarbeiter waren Ukrainer. 4,5 bis 7 Millionen Ukrainer kämpften in der Roten Armee, darunter der Großvater des ukrainischen Präsidenten Wolodomyr Selenskyj. Damit und mit ihren industriellen Ressourcen leistete die Ukraine einen entscheidenden Beitrag zum Sieg über den Nationalsozialismus. Deutschland hat gegenüber der Ukraine eine historische Verantwortung, weshalb es sie in ihrem Verteidigungskampf gegen den russischen Faschismus konsequent unterstützen muss.

Seit Jahren leugnet russland den Beitrag der Ukraine zum Sieg über den Nationalsozialismus, weil es ihn für sich beansprucht. putin behauptete 2010, die Sowjetunion hätte den Nationalsozialismus auch ohne die Ukraine besiegt. Er nutzt den „Tag des Sieges“ am 9. Mai, um durch einen Siegeskult die russische Gesellschaft zu militarisieren, einen imperialen Nationalismus zu schüren und die Diktatur der Silowiki zu stabilisieren. russland bezieht sich auf den „Großen Vaterländischen Krieg“, um seinen Krieg gegen die Ukraine zu rechtfertigen, indem es behauptet, die demokratisch gewählte Regierung der Ukraine mit einem Juden an der Spitze sei ein »nazistisches Regime«, das einen »Genozid« an den Menschen im Donbas begehe. In Wirklichkeit ist es russland, das faschistisch ist, und die Ukraine mit einem genozidalen Vernichtungskrieg überzieht.

Wir wollen am 8. Mai von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr eine Kundgebung auf dem Leipziger Marktplatz abhalten, um den Opfern des Zweiten Weltkrieges zu gedenken und unsere Solidarität mit der Ukraine zu zeigen. Wir fordern von der Bundesregierung, die Sanktionen gegen russland zu verschärfen, bestehende Sanktionslücken zu schließen und das Brechen der Sanktionen strikter zu überwachen, auf den Ausschluss russlands aus dem UN-Sicherheitsrat und ein internationales Tribunal für die Täter des genozidalen Vernichtungskrieges hinzuwirken, ausreichend Munition und militärisches Gerät als Nachschub für die ukrainischen Streitkräfte zu beschaffen und einen Untersuchungsausschuss einzurichten, um die Verstrickungen der deutschen Wirtschaft und Politik mit russland aufzuarbeiten. Bringt gerne Schilder mit diesen und euren eigenen Forderungen zur Kundgebung mit!

Foto von der Demo 08.05.2023

Details

  • Datum: 8 Mai, 2023
  • Zeit:
    18:00 - 19:30
  • Veranstaltungskategorie:

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